Einreise mit Tücken – Laos → Kambodscha

Categories: 14_Kambodscha
Published on: 30. April 2015

Wir hatten eine lange Fahrt vor uns. 🙁 Wir wollten in einem Tag von Don Det (Laos) bis nach Phnom Penh (Kambodscha). So buchten wir eine, letztendlich viel zu überteuerte, Tour (240000Kip/56€/2P).

Bei der Buchung wussten wir noch nicht, dass es der schlimmste Grenzübergang und die dreckigste Fahrt auf unserer Reise wird.

Früh morgens wurden wir an unserer Unterkunft mit dem Boot abgeholt und zum Festland gebracht. Hier mussten wir eine gute halbe Stunde auf den Bus warten. Als alle eingestiegen waren, ging es los. Es sind nur 20 km bis zur Grenze. Wer wollte konnte im Bus seinen Pass abgeben und alle Visumangelegenheiten wurden für einen übernommen. Natürlich für einen kleinen Aufpreis. Wir hatten bereits unser Kambodscha Visum (60$/55,55€/2P) und wollten, wie die meisten Backpacker, alles selber machen. Also raus aus dem Bus und ab zum Schalter bzw. Holzhütte. Wir rten im Vorfeld, dass dies der korrupteste Grenzübergang in Südostasien sei. So verlangten die laotischen Beamten für den Ausreisestempel heute 2 $ (1,85€) extra. Jeder versuchte sich drum zu drücken, aber es half einfach nicht. So mussten letztendlich alle bezahlen.

Danach ging es zu Fuß ein paar Meter weiter auf kambodschanischen Boden. Man wurde direkt zu einem Zelt geschickt wo Damen saßen die einen Gesundheitscheck, natürlich für 1 $ (0,93€) extra, machten. Dieser bestand aus Fieber messen. 😉 Hier schafften wir es die Gebühr nicht zahlen zu müssen.

Da wir unser Visum schon vorsichtshalber in Laos beantragt hatten brauchten wir nur noch einen Einreisestempel. Wie schon berichtet hörten wir aus deutschen Zeitungen, dass das Visum „on Arrival“ (bei Ankunft) mit sofortiger Wirkung abgeschafft sei. Nach Email Kontakt mit der Botschaft von Kambodscha wurde uns dies aber nicht bestätigt. Es könnte nur durch höhere Sicherheitsvorkehrungen zu längeren Wartezeiten kommen. Davon merkten wir aber nichts. Das Visum wurde für die anderen Reisende im Handumdrehen ausgestellt und besondere Sicherheitsvorkehrungen gab es auch nicht. 😉 Wie gesagt, hier standen einfach ein paar Holzhütten. Den Einreisestempel bekamen wir auch nicht ohne wieder 2 $ (1,85€) Stempelgebühr zu bezahlen. Letztendlich haben wir trotz der ganzen extra Dollar noch ein paar Dollar gegenüber den anderen, die ihr Visum an der Grenze beantragten, gespart.

Normalerweise stehen an den Grenzen fleißige Tuk Tuk oder Minivan Fahrer, die einen in die nächste Stadt bringen. An dieser Grenze stand niemand. Hier ist alles ein abgekartetes Spiel. Daher ist man auf die überteuerten Touren angewiesen.

Nachdem alle ihre Visa und Stempel im Pass hatten konnte die Fahrt weiter gehen. Nach einer halben Stunde hielten wir plötzlich an. PANNE, jehu! 🙁 Die Außentemperatur ging auf die 40 °C zu. Also, direkt raus aus dem Bus um nicht gebraten zu werden. Glücklicherweise schaffte es der Busfahrer und sein Kompagnon den Bus wieder ans laufen zu kriegen. Nach einer Stunde in der brüteten Sonne konnte die Fahrt weiter gehen.

Die nächsten Stunden ging es über staubige Pisten. Nach und nach kam immer mehr Staub in den Bus. Bis wir fast nichts mehr sahen und atmen konnten. Es stellte sich heraus, dass der Boden des Busses riesige Löcher hatte und der ganze Dreck von draußen schön nach innen zog. Alle Versuche die Löcher abzudichten scheiterten. 🙁 Sechs Stunden mussten wir so verharren. Wir sind ja schon viel gewohnt, aber hier das war eine Zumutung. Glücklich waren wir als die Straßen endlich besser wurden und die Luft im Bus sich wieder normalisierte. Letztendlich kamen wir um kurz vor Mitternacht in Phnom Penh an.

Mit weißer Voraussicht, dass die Busse eigentlich immer später ankommen als angegeben, buchten wir eine Unterkunft vor. Wir waren nur noch froh gut angekommen zu sein. Den nächsten Tag verbrachten wir mit Vorbereitungen, da hoher Besuch anstand. Noch einen Tag… 😉

Fazit!

Laos hat landschaftlich viel zu bieten. Die Großstädte sind nicht wirklich Großstädte, sondern eher „kleine“ Dörfer, wenn man sie mit üblichen Städten in Asien vergleicht. Überall sieht man den französischen Einfluss von damals. Die Laoten sind total relaxt und entspannt. So interessiert es keinen wenn du dich in sein Restaurant setzt. Von alleine würde dich kaum einer fragen ob du was bestellen möchtest etc.. Wir fanden es super. Die Kinder sind bildhübsch und zuckersüß.


Weitere spannende Infos findet ihr unter den folgenden Links:

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