Australiens Ostküste im (T)Raumschiff – Teil II

Categories: 20_Australien
Published on: 28. Dezember 2015

Von Airlie Beach bis Sydney (3100 km)

Von Airlie Beach aus ging es über Mackay, Rockhampton, in den Ort 1770 und Agnes Water. Hier war James Cook das zweite Mal in Australien an Land gegangen. In der Stadt Bundaberg waren wir nach 16 Monaten mal wieder in einem …

Als wir Bilder von uns vorm Aldi machten wussten die Leute direkt wo wir herkommen, sie tippten sofort auf Deutschland. 🙂 Bei unserem Besuch im Ort Hervey Bay liefen wir über eine lange Seebrücke hinaus aufs Meer. Wir sahen den Fischern beim Fischen zu und es gesellten sich ein paar Pelikane zu uns. Sie hofften auf leichte Beute falls den Anglern mal ein Fisch vom Haken fällt.

130 km weiter südlich, am Rainbow Beach, schauten wir uns das Carlo Sandblow an. Eine große Sanddüne, die sich Richtung Inland vorarbeitet und dadurch den Wald verdrängt. Von verschiedenen Punkten aus hatten wir schöne Ausblicke auf die Sanddüne und die Küste. Der Rainbow Beach leuchtet durch verschiedene Mineralien im Sand in den unterschiedlichsten Farben. Die Orte Hervey Bay oder Rainbow Beach sind die Startpunkte für Ausflüge zu Fraser Island, der weltgrößten Sandinsel. Eigentlich wollten wir eine Tagestour nach Fraser machen, entschieden uns aber dagegen. Was sich am nächsten Tag auch als gute Entscheidung erwies. Es regnete aus allen Löchern, der Himmel war grau und es wurde kalt. Was hätten wir uns um das viele Geld geärgert.

Weiter an der Küste entlang erreichten wir an der Sunshine Coast den Ort Noosa Heads. Ein sehr touristischer Ort, aber trotzdem gefiel er uns. Hier geht es ums Sehen und gesehen werden. Es ist ein beliebter Altersruhesitz für Rentner. Das Wetter meinte es leider nicht so gut mit uns, es regnete. Wir schauten uns vieles nur aus dem Auto aus an. Am Strand liefen wir dennoch eine kurze Runde und vom Lookout über dem Ort hatten wir mal wieder eine herrliche Aussicht.

In einem Ort an der Sunshine Coast gönnten wir uns das erste Mal in Australien Essen, was wir nicht selbst zubereiteten, eine Pizza. 🙂
Die Pizza von Dominos kostet im Angebot bis abends 21 Uhr sage und schreibe nur 5$ (3). Wir genossen das Stück Italien auf einem Aussichtspunkt und hatten dabei ein herrliches Panorama über die Küste.

Da wir in Australien schon so viele Strände gesehen haben, wurde es uns langsam zu viel und wir entschieden uns die Küste zu verlassen und uns mehr das Inland anzuschauen. Außerdem ist es, je weiter man Richtung Süden kommt zu dieser Jahreszeit, einfach zu kalt zum Schwimmen und dabei oft auch zu gefährlich. Wir sahen uns die Glass House Mountains, in der Nähe von Beerwah, an. Die vulkanischen Berge stechen wie Nadeln aus einer relativ flachen Ebene hervor.

Den Nachmittag verbrachten wir bei herrlichem Wetter am Lake Somerset. Einem Stausee, der als Wasserversorgung für Brisbane und Ipswich dient. Die Australier nutzen ihn als Platz für ihre Freizeitaktivitäten. Am Wochenende treffen sich alle hier und es scheint, dass jeder ein Boot und Jetski besitzt, einfach genial. Dazu gibt es noch allerlei Spielereien für die Kinder: Wasserski, Bananenboot, große Reifen… zum Hinterherziehen. Oder es geht am Wochenende in den Wald und es wird sich mit dem Quad, 4×4 Geländewagen oder Motocrossbike ausgetobt.

Über den Mount Glorious, der im D’Aguilar NP liegt, ging es in einen Vorort von Brisbane. Bei der Suche nach einem Schlafplatz in einem Wohnviertel kamen wir mit einer französischen Familie ins Gespräch. Wir erzählten unsere Geschichte und wie schwierig es ist in der Nähe von Städten kostenlos zu übernachten und prompt boten sie uns einen Parkplatz auf ihrem Grundstück an. Wir waren sehr dankbar, dass wir bei ihnen stehen durften. Das Angebot unsere Kleidung zu waschen und uns zu duschen lehnten wir dankend ab. Leider hatten wir zuvor schon alles erledigt. 😉 Nach schönen Gesprächen und einem guten Abendessen am Camper konnten wir mit einem sicheren Gefühl einschlafen. Nochmals vielen Dank für Eure Gastfreundschaft.

Bevor es am nächsten Tag in die City von Brisbane ging, schauten wir uns die Stadt erst von oben an. Am Mount Coot-tha Aussichtspunkt hatten wir eine gute Sicht auf die Stadt. Danach ging es in die City, da Sonntag war konnten wir überall für umme Parken. Bisbane erkundeten wir zu Fuß. Wir liefen durch die Einkaufsstraßen, zum botanischen Garten und über die Goodwill Bridge auf die andere Seite des Brisbane Rivers ins Viertel Southbank. In diesem Gebiet fand 1988 die Expo statt. Nach und nach wurde das Gelände umgebaut. Nun gibt es eine schöne Uferpromenade mit Lagune zum Schwimmen, einen Regenwaldweg zwischen Bäumen hindurch, Spielplätze… Wir trafen auf eine Fahrradveranstaltung und sahen das ein oder andere lustige Gefährt.

Nach einer Stärkung bei Dominos Pizza verließen wir Brisbane in Richtung Gold Coast. In Surfers Paradies, einem Vorort der Stadt Gold Coast und einer Hochburg für Surfer, wie es der Name schon verrät, machten wir halt. Bekannt sind die Wolkenkratzer entlang der Promenade und der kilometerlange Sandstrand. Der Ort wird auch als ‚Miami des Südens‘ bezeichnet und ist bei Partyleuten schwer beliebt. Doch so richtig gefiel uns die Hochhausstadt nicht. So verließen wir die Gold Coast und machten erneut einen Abstecher ins Inland.

Wir befanden uns kurz vor der Staatengrenze nach New South Wales. Bevor wir diese überfuhren schauten wir uns noch die Natural Bridge an. Ein natürlich, durch einen Wasserfall, geformter Felsbogen. Die Grenze selbst war unspektakulär. Hier gab es nicht, wie an der Grenze von Northern Territory nach Western Australia, eine Quarantänekontrolle. Lediglich ein Schild mit der Aufschrift: „Welcome to New South Wales“ sagte uns, dass wir jetzt den Staat wechseln. Zu dem war noch ein Viehgitter in die Farbahn gebaut, damit die Tiere nicht einfach Krankheiten von dem einen in den anderen Staat bringen können. An der Grenze lernten wir eine nette Australierin kennen, die uns eine lustige Geschichte erzählte wie sie damals als Krankenschwester nach Deutschland kam um zu arbeiten.

Von hier oben ging es nun bergab in den Hippie Ort, Nimbin. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Leute, die Häuser… wie in den 60ern Jahren. Das erste was uns nach drei Metern angeboten wurde waren alle Arten von Drogen. In den Geschäften wird Hanf zu medizinischen Zwecken angeboten. Anscheinend wird diese Community, ein wenig abseits der Hauptrouten, geduldet. Der Ort ist nicht groß, eigentlich beschränkt sich alles auf die Hauptstraße.

Gegen Nachmittag kamen wir in Byron Bay an, einem Bade- und Surferort. Wir verbrachten die restlichen Stunden des Tages in der Bücherei um Internet zu schnorren. Am darauffolgenden Tag schauten wir uns das Wahrzeichen, den Leuchtturm auf dem Felsvorsprung Cape Byron, an. Auf dem Weg hinauf, es sind alles Einbahnstraßen, gibt es nur kostenpflichtige Parkplätze. Also kehrten wir um und auf dem Rückweg kam nach ein paar Metern, siehe da, kostenlose Parkplätze. So liefen wir die letzten Meter zum Leuchtturm zurück. Von oben hatten wir einen herrlichen Blick und sahen mehrere Delphine und Buckelwale vor der Küste schwimmen. Byron Bay ist eine Touristadt voller Surfer und Backpacker. Egal was man hier machen will, es wird für alles ordentlich Geld verlangt.

Für uns ging es wieder zurück ins Inland, so bekamen wir schnell einige Kilometer zusammen. 😉 Wir sahen uns Wasserfälle in der Gegend um Wollomombi an und fuhren in den Ort Blackheath im Blue Mountains Nationalpark. Wir schauten uns die Blue Mountains, die zum UNESCO Weltnaturerbe gehören, aus verschiedenen Perspektiven an. Der bekannteste Punkt, Echo Point, von wo aus man die Three Sisters sieht, ist touristisch total überlaufen. Genauso gut ist es möglich die berühmte Felsformation von anderen Aussichtspunkten, ohne Menschenmassen, zu betrachten. Das Wetter war leider nicht ganz so schön, sodass wir auf längere Wanderungen verzichten mussten. Die Blue Mountains sind ein Sandstein-Plateau aus Tälern und Schluchten mit Eukalyptusbäumen. Es gibt viele verschiedene Arten an Eukalyptus. Wenn das Öl der Bäume bei Hitze verdampft, bildet sich ein feiner Nebel, der sich durch die Lichtstreuung als blauer Schimmer über die Berge legt. Daher der Name Blue Mountains.

Aus den Bergen heraus ging es nur noch bergab Richtung Sydney. Vor der Stadt machten wir noch kurz halt, um im Olympia Trainingscenter der Kajakfahrer und Ruderer kostenlos zu duschen. Die erste Großstadt Australiens erwartet uns. Voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg, denn wir werden jemanden treffen den wir ganz am Anfang unserer Reise kennengelernt haben. 🙂

Erlebt: September 2015

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