Extreme Landschaften – Der nördlichste Punkt Südamerikas

Categories: 25_Kolumbien
Published on: 13. September 2016

Cabo de la Vela & Punta Gallinas

Nach einer Nacht in Santa Marta packten wir erneut unsere kleinen Rucksäcke. Diesmal hatten wir eine Tour bei Magic Tour Colombia gebucht (1160000COP/323€/2P). Wir standen ein wenig unter Zeitdruck. 😉 Daher konnten wir es nicht wie üblich auf eigene Faust machen, es hätte einfach länger gedauert. Also buchten wir eine 2 Nächte/3 Tage – Tour zum nördlichsten Punkt Südamerikas.

Um vier Uhr morgens wurden wir abgeholt. Als erstes fuhren wir in die Stadt Riohacha. Dort gab es ein Frühstück und wir mussten den Jeep wechseln. Nun war die Gruppe komplett. Mit einer Schweizerin und einem holländischen Pärchen war die Stadt Uribia unser nächstes Ziel. Hier kauften wir Wasser und Süßigkeiten als Wegzoll, aber dazu später mehr.

Noch folgten wir der Straße, doch das sollte sich bald ändern. Wir kamen der Wüstenlandschaft immer näher. Die letzten Kilometer an diesem Tag ging es über Sandpisten zu unserem Ziel Cabo de la Vela, einem Kap an der nordwestlichen Küste der Guajira Halbinsel im Land der Wayuu Indianer.

Cabo de la Vela ist ein kleiner einfacher Ort am Meer mit ein paar Hütten, Gästehäusern, Restaurants und Kitesurfschulen. Wir hatten ein wenig Zeit für uns und gingen zum Wasser. Vor uns Kitesurfer. Aber im Wasser war leider alles voller kleiner Quallen. 🙁

Nach einem leckeren Mittagessen fuhren wir zur Playa Dorada. Hier verbrachten wir den Nachmittag. Zuerst bestiegen wir einen kleinen Berg um Aussicht über die Küste zu haben. Danach ging es ins Wasser. Diesmal ohne Quallen. Den Sonnenuntergang schauten wir uns vom Leuchtturm aus an. Wir waren nie alleine. Man traf immer wieder auf die gleichen Leute von anderen Touranbietern.

In Cabo de la Vela könnte man es länger aushalten. Alles sehr einfach und ursprünglich, aber sehr gut zum Entspannen abseits der Zivilisation. Für uns ging es nach nur einer Nacht, die wir am Strand in der Hängematte verbrachten (Happiness Hostal), schon wieder weiter.

Über Sand, Felsen, Geröll und staubige endlose Landschaften fuhren wir immer weiter Richtung nördlichsten Punkt. Der Sand nahm immer mehr zu. Ab hier geht es nur noch mit einem Allradfahrzeug weiter. Wir haben Luft aus den Reifen gelassen und fetzten mit ordentlich Schwung über die tiefer werdenden Sandwege.

Immer wieder versperrten uns Kinder den Weg. Sie spannten Seile über die Fahrbahn. Mit unserem zuvor gekauften Wegzoll „kauften“ wir uns den Weg bei den Kindern frei und sie ließen uns passieren.

Die Landschaft war wunderschön und wechselte immer wieder. Es ging an Kakteen und ausgetrockneten Dornenbüschen entlang bis wir endlich die Sanddüne von Taroa erreichten. Mit über 40 m Höhe fällt sie steil ins Meer ab. Wir steckten unsere Füße in den Sand und genossen die Aussicht.

Jetzt war es nicht mehr weit bis zu unserem Übernachtungsort (Luzmila Hospedaje) in Punta Gallinas. Auf einer Anhöhe gelegen hatten wir einen herrlichen Blick auf die Bucht, das türkisfarbene Wasser und den magischen Ort. Wir liefen ein wenig herum. Der Wind, hier oben im Norden, war sehr heftig. Für den Sonnenuntergang fuhren wir zum Punta Agujas Beach.

Bevor es zurück in unsere Unterkunft ging schauten wir uns noch den nördlichsten Punkt Südamerikas an. Ein verfallenes Haus und ein Leuchtturm markieren die Stelle an der Küste. Unser Guide gab uns noch ein paar Infos bevor es im Dunkeln zur Hospedaje ging. Die Nacht verbrachten wir ebenfalls in Hängematten. Sie sind riesig und sehr bequem. Wenn man liegt kann man sich darin komplett vermummen und einwickeln. Einfach super!

Nach einer gemütlichen Nacht ging es die ersten Kilometer per Boot durch eine Bucht und Mangroven Richtung offenem Meer. An einem Strand, wo unser Fahrer bereits wartete, wurden wir abgesetzt. Ab jetzt hieß es Kilometer schrubben, es ging den ganzen Weg bis nach Santa Marta zurück. Nur zum Mittagessen wurde einmal in Uribia angehalten.

Fazit!

Die Tour war super, die Landschaften wunderschön und unsere Gruppe klasse. Nur mit unserem Fahrer gab es ein paar Unstimmigkeiten. Aber da kann man eben Glück oder Pech haben. Wir hätten uns auch mehr Fotopausen gewünscht, die schöne Landschaft zog im Jeep doch zu schnell an einem vorbei. Trotz alledem können wir die Tour weiterempfehlen! Rückblickend gab es eines der besten Essen in Kolumbien auf dieser Tour. 🙂

Erlebt: Februar 2016

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