Insel Java – Das Herz Indonesiens

Categories: 19_Indonesien
Published on: 14. September 2015

Von Jakarta über Yogyakarta zum Mt. Bromo

Nach einem zweistündigen Flug, von Singapur aus, landeten wir in der Hauptstadt unseres nächsten und auch letzten asiatischen Landes in Jakarta, Indonesien (1634861Rp./108€/2P).

Die Einreiseformalitäten waren problemlos. Nur bekamen wir nicht das erhoffte kostenlose, neue Visa, sondern mussten noch die üblichen 35 USD p.P. (31€) bezahlen. Einige Tage vor unserer Einreise wurden die Einreisebestimmungen geändert. Leider wurden sie nur noch nicht so umgesetzt. 🙁 Nach einem Weiterreiseticket wurden wir kurz gefragt. Wir bejahten die Frage und mussten nichts weiter vorzeigen. Wir hätten aber auch wirklich ein Ticket gehabt. 😉

Indonesien ist ein großes Land und besteht aus 17 000 Inseln. Es erstreckt sich entlang des Äquator von West nach Ost über 5000 km.

Mit dem öffentlichem Bus ging es vom Flughafen ins Zentrum Jakartas (80000Rp./5,30€/2P). Von dort liefen wir ins Backpackerviertel und suchten uns eine Unterkunft.

Irgendwie erinnerte uns die Stadt und die Leute an die Städte in Nepal und Indien. Zwar kam uns alles etwas entwickelter vor, aber es gab wieder die alten, bunten Busse. Jemand hängt in der offenen Tür und schreit das Fahrziel heraus und es gibt wieder dutzende Straßenstände die Frittiertes verkaufen…

Den nächsten Tag stand Sightseeing durch die Stadt und den Hafen auf dem Plan. Am Nationaldenkmal ließen wir den Abend ausklingen. Viele Einheimische picknickten auf der Parkwiese. Die Kinder ließen einfache Papierdrachen steigen. Es gab große Polizeipräsenz. Ob hier wohl schon viel passiert ist? Wir fühlten uns aber stets sicher.

Den Tag darauf ging es weiter nach Yogyakarta, wir fuhren mit dem Zug. Nach 8 Stunden erreichten wir den Hauptbahnhof von Yogy (400000Rp./26,45€/2P). Direkt hinter dem Bahnhof gibt es kleine gemütliche Gassen in denen wir uns eine der zahlreich vorhandenen Unterkünfte nahmen. Wir liehen uns einen Roller um uns die Stadt und die Umgebung anzusehen (50000Rp./3,30€/1T). Nach einer kurzen Fahrt durch Yogy, die unseres Erachtens nicht so viel zu bieten hat, fuhren wir zum 17 km entfernten Prambanan Tempel. Er ist einer der größten und imposantesten Tempel Javas. Wir fuhren eine Runde um die Tempelanlage. Dabei hatten wir bereits einen guten Blick auf die Gebäude. Wir entschieden uns das Eintrittsgeld zu sparen und weiterzufahren. Einige Tempel waren zudem mit Baugerüsten verdeckt, da sie immer noch dabei sind die Anlage, nach dem Erdbeben 2006, neu zu errichten. Danach fuhren wir kreuz und quer auf die andere Seite von Yogy, zum 42 km außerhalb liegenden Borobudur Tempel. Wir lasen im Internet, dass es in der Nähe des Tempels einen Aussichtspunkt gibt der normalerweise zum Sonnenaufgang sehr beliebt ist und von dem man einen super Blick auf den Borobudur hat. Da wir mittlerweile Tempel geschädigt sind und uns der Eintritt viel zu teuer war, kam für uns der Aussichtspunkt sehr gelegen und reichte aus. Am Parkplatz angekommen wollte jemand Geld fürs Parken und Eintritt kassieren. Das offizielle Tickethaus hatte aber bereits geschlossen, so lächelten wir ihn nur freundlich an und liefen die 15 min. zum Aussichtspunkt. Oben angekommen viel es uns schwer den Tempel in den ganzen Bäumen zu entdecken, so gut war die Sicht auf ihn. 😉 Nach dem Reinfall ging es zurück nach Yogy.

Mit dem Minivan fuhren wir von Yogy zum Mount Bromo (360000Rp./26,80€/2P). Nach langen 11 Stunden, zu Zweit gequetscht neben dem Fahrer, kamen wir in Probolingo an. Am Agenturbüro wurde angehalten um uns umzuladen und um weitere Touren verkaufen zu können. Alle buchten die typische Sonnenaufgangstour mit dem Jeep zum Aussichtspunkt. Wir entschieden uns lediglich für die Weiterfahrt Richtung Mt. Bromo. Den Sonnenaufgang wollten wir auf eigene Faust erleben. Um die Eintrittsgebühr in den Nationalpark kamen wir leider nicht herum. Die Gebühr von 75000 Rp. wurde in den letzten 2 Jahren um das 3 fache auf 220000 Rp. p.P. (14,55€) erhöht. Am Wochenende darf man nochmal 100000 Rp. (6,61€) drauf legen. Und wie wir schmerzlich erfahren werden gilt das für alle Eintrittsgelder in Indonesien. 🙁

Die letzten Kilometer ging es in einem Van hoch nach Cemero Lawang, dem Ausgangsort um den Mt. Bromo zu besichtigen. Es gibt dutzende, einfache Unterkünfte (Homestays) dort oben, sodass man sich keine Sorgen machen muss. Vorher wird einem immer nur von 3-4 Unterkünften erzählt, sodass man sich lieber für eine Tour entscheidet. So war es für uns kein Problem eine preisgünstige Unterkunft zu finden. Auf gut 2000 m wurde es abends schnell ungemütlich kalt. Nach dem Abendessen kriechten wir, gut eingepackt, in unsere Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 3.30 Uhr. Auch wir wollten uns den Sonnenaufgang nicht entgehen lassen. Der einzige Unterschied zu den Touren war, dass wir zu Fuß eine gute Stunde zum Aussichtspunkt Nr. 1 liefen und nicht per Jeep zu Aussichtspunkt Nr. 2 (Gunung Penanjakan) hochgefahren werden. Der erste Aussichtspunkt befindet sich ein Stück unterhalb des Anderen, bietet einem aber die gleiche Sicht. Oder eine viel bessere, denn oben muss man sich den Blick mit hundert anderen Touris teilen und wir waren gerade mal zu zehnt.

Als langsam die Sonne aufging hatten wir eine super Sicht auf den Bromo mit seinen Nachbarvulkanen und die Landschaft außen herum (Tengger-Krater). Der Tengger-Krater gleicht einer Mondlandschaft. Der hintere Vulkan (Gunung Semeru, 3676m) spuckte immer wieder Asche. Danach stiegen wir wieder ab und gingen erst einmal frühstücken. 90% der Leute bleiben nur eine Nacht. Sodass ihr Programm folgendermaßen aussieht: Sonnenaufgang gucken, zum Kraterrand laufen, frühstücken und gegen 9 Uhr wieder abreisen. So ließen wir uns Zeit beim Frühstücken und machten uns erst nachdem alle abgereist waren auf den Weg zum Kraterrand. Wir liefen über das große Aschefeld bis zum Rand des Mount Bromo. Wer möchte kann den Weg am Rücken eines Pferdes zurücklegen. Aber die letzten 253 Stufen bleiben auch den Faulen nicht erspart. Wir waren fast die Einzigen. Der Ausblick war einfach genial.

Zurück an der Unterkunft ließen wir den Nachmittag gemütlich in der Sonne ausklingen, bevor wir morgen eine nicht geplante Mammuttour starten. Es geht auf die Insel Flores.

Indonesien ist zum größten Teil muslimisch und wir befinden uns zur Zeit im Ramadan Monat. So werden wir täglich von mehr oder weniger schönem Gesang beschallt. Hier am Mt. Bromo durften wir allerdings einem jungen Mädchen lauschen, was wirklich sehr angenehm war.


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