Mandalay und Umgebung

Categories: 11_Myanmar
Published on: 5. Februar 2015

Mit dem Minibus (27000Ks/21,36€/2P) ging es in mörderischen 8 h nach Mandalay. Das komfortable in Myanmar ist das man meistens von seiner Unterkunft abgeholt und auch wieder zu der Neuen gebracht wird. Das nennen wir mal Service. Wir waren die einzigen Touris im Van. So machte sich der Fahrer noch eine gefühlte Ewigkeit auf potenzielle Mitfahrer zu suchen. Nachdem der Van halbwegs voll war ging es los. Der Fahrer hatte es anscheinend ziemlich eilig. Es gab viele kritische Situationen. Am liebsten hätten wir selbst das Steuer übernommen. Alle Versuche ihm klar zu machen das er langsamer fahren soll und es uns wichtig wäre heil anzukommen scheiterten. Wir waren alle erleichtert als wir heil in Mandalay ankamen.

Mandalay ist Myanmar’s zweitgrößte Stadt und war früher eine alte Königsstadt. Normalerweise muss man auch hier 10000 Ks pro Person (7,91€) für ein Ticket bezahlen das für die meisten Sehenswürdigkeiten gültig ist. Aber letztendlich fragte uns niemand danach und einen Ticketschalter sahen wir bis auf dem am Königspalast auch nicht. So sparten wir uns das Geld. 😉 Einen Tag liehen wir uns ein Fahrrad (2000Ks/1,58€/2P) um uns die nähere Umgebung Mandalays anzuschauen. Mit dem Rad ging es erst zur bekannten U-Bein Brücke, die mit 200 Jahren und 1,2 km die längste Teakholzbrücke der Welt sein soll. Auf dem Weg zurück in die Stadt hielten wir noch am Mahamuni Paya an, einem buddhistischen Tempel. Wir mussten dort an dutzenden Verkaufsständen vorbei bis wir endlich den 4 m hohen knubbeligen und vergoldeten Buddha sahen. Die Knubbel sind mit den Jahren durch das anbringen von Blattgold entstanden. Nur Männer dürfen an den Buddha herantreten.

Von dort aus radelten wir entlang der Mauer des Königspalastes zur Sandamuni und Kuthodaw Paya. Zusammen bilden die Stupas das „größte Buch der Welt“. Auf 2503 Marmorplatten, die einzeln in kleinen Stupas stehen, ist die Lehre des Buddhismus niedergeschrieben. Danach mussten wir uns beeilen, wir wollten den Sonnenuntergang vom 232 m hohen Mandalay Berg nicht verpassen. Unterwegs brach dann noch Lisas Fahrradkette die wir notdürftig reparieren mussten. Unten am Berg angekommen hieß es Fahrräder parken und nochmals umparken, da auf einmal jemand Geld zum Abstellen der Räder verlangte, Schuhe aus und dann ging es 1700 Stufen bis zum Gipfel. Die Schuhe muss man am Fuße des Berges ausziehen da es sich um einen heiligen Berg handelt, der Weg ist aber überdacht. Wir kamen an etlichen Pagoden, Buddhastatuen und Verkaufsständen vorbei. Oben hieß es dann 1000 Ks / 0,80 € Kameragebühr zu bezahlen, aber nicht mit uns. Schnell glitt die Kamera in die Hosentasche und drin waren wir, wie so oft ohne zu bezahlen. 😉 Es war viel los hier oben, dies ist wohl kein Geheimtipp mehr.

Nach dem Sonnenuntergang brachten wir unsere Fahrräder zurück und gingen in unsere liebgewonnene Bierstation. Diese gibt es überall in Myanmar und wurden schnell zu unserem Stammlokal. Hier gibt es günstig gezapftes Bier und gutes Essen. Zu unseren Favoriten zählten Maissalat, so simpel und sooo verdammt lecker, Sweet & Sour Chicken mit Reis und natürlich Bier. 🙂

Für den nächsten Tag liehen wir uns einen Motorroller (7500Ks/5,93€). Diesmal ging es in die Umgebung Mandalays. Wir besuchten Sagaing und Mingun. Schon von der anderen Uferseite des Ayeyarwaddy Flusses sahen wir die mit goldenen Stupas übersäten Hügel von Sagaing. Nach Mingun führte uns eine kurvenreiche Straße durch Dörfer. Hier in Myanmar ist es noch üblich das viele Einheimische in einfachen Bambushütten leben. Auf dem Hinweg sprang bei Lisa, als sie ein kurzes Stück den Lenker übernahm, die Kette ab. Jochen schleppte uns mit seinem Roller ins nächste Dorf. Eine Werkstatt war schnell gefunden. Die lammelige Kette wurde neu gespannt und schon ging es weiter. Gekostet hat uns das ganze 500 Ks (0,40€). 😉

In Mingun angekommen sahen wir uns einen großen Backsteinhaufen an. Einst sollte eine Stupa mit einer Höhe von 150 m errichtet werden. Von oben hatten wir eine gute Aussicht über den Ayeyarwaddy Fluss und die Umgebung. Sonst gab es noch Pagoden und die größte intakte Glocke der Welt zu sehen. Am Rückweg machten wir an einem kleinen Shop halt um uns eine Kokosnuss zu kaufen. Wir bezahlten für eine, letztendlich bekamen wir vier die getrunken und gegessen werden mussten und eine Flasche Wasser. Die Kinder brachten uns Stühlchen. So saßen wir eine Weile am Straßenrand vor ihrem Laden. Wir konnten den Kindern lediglich ein paar Bonbons anbieten. Wir freuten uns über soviel Herzlichkeit und die gastfreundliche Familie .

Es waren zwei schöne und erlebnisreiche Tage in Mandalay. Morgen heißt es weiter in die Stadt mit über 2000 buddhistischen Tempeln zu ziehen. Wir freuen uns und sind gespannt was uns erwartet.

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