Neuseelands Fazit

Categories: 22_Neuseeland
Published on: 17. Mai 2016

Vergleich & Camperübersicht Australien – Neuseeland

Land: Neuseeland hat uns wirklich gut gefallen. Die Landschaft ist so abwechslungsreich und atemberaubend. Vor allem im Nachhinein wurde uns das klar. Wussten wir es in Neuseeland nicht immer zu schätzen… Da Neuseeland im Gegensatz zu Australien ziemlich klein ist, kann es vorkommen, dass man innerhalb eines Tages verschiedene Landschaften sieht und durchquert. Die Südinsel hat uns besser gefallen als die Nordinsel. Wobei wir von den Gletschern eher enttäuscht waren. Naja, vielleicht lag es auch am Wetter, das uns einen Strich durch die Rechnung machte. Aber die Fjorde, vor allem der Weg dahin, die Seelöwen und Pinguine in freier Wildbahn, die Strände, die Küste und Aussichten waren großartig.

Camper: Schon wie in Australien haben wir uns auch hier, aus den gleichen Gründen, gegen das Kaufen und für das Mieten entschieden. Link

Übernachten: Das Stellplatz Problem hat uns ganz schön viele Nerven und extra Kilometer gekostet. Immer mehr freie Plätze werden geschlossen oder als Orte für Selbstversorgerfahrzeuge deklariert. Es war echt mühsam und deprimierend nach Stellplätzen, die für uns erlaubt waren, zu schauen. Mit dem Fachkabular „self contained vehicle“ und „non self contained vehicle“ mussten wir uns dauernd rumschlagen. Wir waren „Nichtselbstversorgend”. Wir hatten, wie 90 % aller Backpacker, kein Scheisshaus und kein Tank für Abwasser im Auto. Zu Selbstversorgerfahrzeugen zählen Wohnmobile und größere Campervans. Diese Fahrzeuge und vor allem die Insassen sind in den Gemeinden und Städten gern gesehen. Sie dürfen oft direkt am Meer oder am See stehen. Natürlich, bringen sie ja auch als Touristen mehr Geld in die Kassen als die armen Backpacker. Zu verstehen ist es oftmals nicht. Vor allem wenn es eine 24 h Toilette und Spülmöglichkeiten auf dem Stellplatz gibt und wir trotzdem dort nicht bleiben durften. Außer wir hätten einen saftigen Strafzettel riskiert.

In den nächsten Jahren wird sich viel ändern und es wird bestimmt nur noch „wohlhabenden“ Backpackern möglich sein durch Neuseeland zu reisen. Entweder bezahlen sie jede Nacht für einen Campingplatz (20NZD/12€/p.P.) oder eine DOC Wiese mit Plumsklo (6-10NZD/4-6€/p.P.) oder leisten sich ein Fahrzeug mit Toilette und allem Pipapo.

Neuseeland machte es uns Sparfüchsen nicht einfach. Trotzdem haben wir es geschafft überwiegend kostenfrei zu stehen.

Bei der Auswahl der wenigen freien Stellplätze half uns mal wieder die App WikiCamps New Zealand (Apple 2 €, Android 2 Wochen frei) und die kostenlose App Campermate.

Essen: Auch in Neuseeland gibt es Woolworths, heißt aber Countdown. Im Gegensatz zu Australien ist er aber einiges teurer als der Pac’n’Save, dem Discounter Neuseelands. Hier werden die Waren größtenteils aus den Kartons heraus verkauft. Bis auf günstige und leckere Pizza von Dominos kochten wir immer selbst. Wir kauften Eigenmarken und Angebote.

Duschen: Es ist schwieriger freie Duschen zu finden als in Australien. Wir mussten teilweise fürs duschen bezahlen. Es gab nicht immer täglich eine. Wir haben jede Gelegenheit genutzt in Seen, Flüssen oder im Meer uns vom Dreck zu befreien, was oft ziemlich kalt war. 😉

Wetter: Zu unserer Zeit wechselte das Wetter häufig zwischen warm, sonnig, regnerisch, kühl und windig. Zum Reisen war es perfekt und nicht zu heiß. Vielleicht sind aber die Nächte im Campervan und die Outdoorduschen im Sommer etwas angenehmer. Großes Plus während unserer Reisezeit waren die überschaubaren Touristen. Die kostenlosen Stellplätze waren noch nicht überfüllt.

Internet & Strom: In Neuseeland hat der Telefonanbieter Sparks viele Telefonzellen mit einem Router auf dem Dach ausgestattet. Somit ist es uns, auch als Nichtkunde, möglich bis zu einem Datenvolumen von 1 GB täglich das Internet zu nutzen. Die pinken Telefonzellen findet man fast in jedem Ort. Des Öfteren sah man sie auch schon von weitem, dort wo Campervans und Wohnmobile wie eine Traube parkten, konnte ein Router nicht weit entfernt sein. 😉 Auch wir verbrachten zeitweise Stunden in der Nähe einer Telefonzelle. Wir vernetzten uns mit der Heimat, luden Beiträge hoch und recherchierten über unsere nächsten Ziele. Um vor allem unsere Laptops aufzuladen besuchten wir zwischendurch immer wieder eine Bücherei um Strom zu schnorren.

Nerviges: Leider sind ziemlich viele Deutsche unterwegs. Vor allem junge Work & Traveller. Egal wo wir hinkamen konnten wir deutsch sprechen.

Sandflies: An manchen Stellen war es so schlimm, dass wir weiter fahren mussten. Die Stiche sind echt unangenehm, sie jucken noch über Wochen. Diese kleinen schwarzen stechenden Sandfliegen zwingen den hartgesottenen Camper in die Knie. Morgens und abends ist es am Schlimmsten. Gut für diejenigen, die ihren Campervan nicht verlassen müssen und eine Toilette dabei haben. Wir konnten zum Glück im Van kochen, mussten aber für unsere Notdurft raus. Diese mussten wir gut vorbereiten, lange Hosen, Schuhe und Jacke waren Pflicht. Dann Licht aus und hoffen, dass die tausenden schwarzen Punkte an der Scheibe verschwinden. Hoffentlich zum Nachbarn. 😉 Danach Tür auf, Tür zu und schnellen Schrittes zur Toilette. Nach dem Geschäft, als wir beide wieder im Van saßen, musste zuerst mit Insektenschutzmittel, was normalerweise für die Wohnung genutzt wird, gesprüht werden um die Plagegeister im Innenraum zu töten.

 

Für alle Interessierten haben wir uns die Mühe gemacht unsere drei Camper aus Australien und Neuseeland zu vergleichen. Wir haben versucht viele Informationen für Dich zusammenzutragen um Dir die Reise auf die andere Seite der Welt ein wenig zu erleichtern. 😉 Aber schaue selbst! Feedback und Anregungen sind gerne erwünscht.

Link: Vergleich-Campervans-Australien-Neuseeland-2015

Erlebt: Dezember 2015

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