Osaka und die alte Hauptstadt Nara

Categories: 06_Japan
Published on: 20. September 2014

 Osaka, unsere letzte Stadt in Japan. Hier meinte das Wetter es endlich gut mit uns. Die Stadt gefiel uns auf Anhieb. Viele sagen das Osaka nicht viel zu bieten hat und das Kyoto und Tokyo wesentlich schöner wären. Wir denken wenn das Wetter zuvor in den Städten besser gewesen wäre würden wir es vielleicht auch so sehen. Bei Sonnenschein sieht eine Stadt doch direkt viel freundlicher aus. In Osaka schauten wir uns die alte Burganlage mit dem umliegenden Park an. Setzten uns einige Zeit auf eine Parkbank und schauten dem Treiben vor der Burg zu. Es gesellte sich ein älterer Japaner zu uns. Wir kamen ein wenig ins Gespräch. Aus seiner kleinen Tasche holte er einen Origami Pinguin und Schmetterling heraus die er uns schenkte. Danach gab er jedem von uns ein Stück Papier und zeigte wie diese Tiere gefaltet werden. In seiner Tasche hatte er so einige gesammelte Souvenirs. So zeigte er uns einen Stapel Postkarten unter anderem eine aus Deutschland, die Skyline Frankfurts. Danach verabschiedeten wir uns von ihm. Nach ein paar Metern kam er hinter uns her. Ich ahnte nichts gutes. Aber er wollte uns nur noch einen Fußballanhänger schenken den er in seiner Tasche gefunden hatte. Er meinte das wäre ein schönes Geschenk für uns da wir Weltmeister wären.

Danach ging es zum Umeda Sky Building. Auf dem Weg dahin kamen wir an einem großen Einkaufscenter vorbei in dem ein Riesenrad integriert ist. Im obersten Stockwerk ist zudem ein kleiner Vergnügungspark mit Geisterbahn, Floßfahrt etc. Das Umeda Sky Building besteht aus zwei Türmen die in 173 m Höhe miteinander verbunden sind. Zwischen den Türmen wurde gerade für das am nächsten Tag beginnende Oktoberfest aufgebaut. Bier, Brezel und Weißwurststände dürfen da nicht fehlen. Doch war das Paulaner Bier mit 1400 Yen (10,22€) für einen halben Liter dann doch nichts für uns Backpacker. ;-( Aber eigentlich waren wir hier um auf die Aussichtsplattform des Gebäudes zu gehen. Aus der Etage unterhalb der Plattform hatte man durch riesige Bullaugen schon eine herrliche Aussicht zu einer Seite der Stadt. So sparten wir uns das Geld für die eigentliche Aussichtsplattform.

Von dort ging es weiter zur Aqua Metropolis. Dem ehemalig wichtigsten Wirtschaftszentrum Japans. Früher wimmelte es in den Kanälen von Booten mit Waren. Heute ist auf der Insel in der Mitte ein schön angelegter Park mit Cafés am Ufer und Ausflugsbooten. Wir legten uns auf eine der Wiesen und genossen das herrliche Wetter. Als wir wieder wach wurden war es plötzlich dunkel. 😉 ups… So machten wir uns auf Richtung Hostel.

Den nächsten Tag fuhren wir ins 35 min. entfernte Nara. Sie war früher einmal Hauptstadt. Aus dieser Zeit stammen noch die meisten der alten Tempelanlagen. Einige Tempel und Schreine in Nara sind UNESCO-Weltkulturerbe. Im Nara-Park befinden sich die meisten der Tempel. Hier leben rund 1200 zahme Hirsche. Wir liefen 4 h durch den Park und kamen an einigen Tempeln, Schreinen und Pagoden vorbei. Wir besuchten aber nur den wichtigsten der Tempel, den Tosai-ji-Tempel. Die Haupthalle soll der größte Holzbau der Welt sein. Zudem beherbergt sie die weltgrößte sitzende bronzene Buddhastatue (16 m hoch).

Hinter der Statue gibt es einen Holzpfosten mit einem Loch. Die Legende besagt, wenn man durch das Loch passt, gelangt man ins Nirwana. Als wir gerade da waren versuchten sich mehrere Europäer hindurch zu zwängen. Es war schon ganz schön lustig anzusehen.

In Osaka zurück fuhren wir ins Zentrum. Wir wollten noch zur Dotonbori Straße. Bestehend aus Geschäften, Bars, Restaurants, Karaokeläden und Pachinko Hallen, die Lieblingsbeschäftigung der Japaner. Pachinko sind Geldspielautomaten, in Japan an jeder Straßenecke zu finden.

Wir liefen durch diese lebhafte Straße, sie verläuft parallel zum gleichnamigen Kanal. Abends ist das Viertel und der Kanal am schönsten anzusehen wenn alles beleuchtet wird. Am Kanal spielten verschiedene Bands.

Hiernach machten wir uns auf den Weg zum Hostel um unser Rucksäcke zu holen. Wir wollten abends mit dem letzten Zug zum Flughafen fahren um die Nacht dort zu verbringen. Unser Hostel war ausgebucht und für eine Nacht nochmal umzuziehen hatten wir keine Lust. So entschieden wir uns am Flughafen zu übernachten. Dort angekommen suchten wir uns einen guten Schlafplatz. Wir fanden zwei Sofas die wir zusammen stellten.

Nach einer Weile kam eine nette Polizistin vorbei die sich zu uns setzte. Sie fragte wann unser Flieger geht und wie unsere Reisepläne aussehen. Wir unterhielten uns ein wenig mit ihr und erzählten unsere Geschichte. Dann nahm sie unsere Personalien auf, nur zur Sicherheit falls was passieren würde. Zu guter Schluss beglückwünschte sie uns zu unserem super ausgesuchten Schlafplatz. Das nenne ich mal freundlich.

So haben wir die Japaner auch kennengelernt. Sie sind alle super nett und zuvorkommend. Teilweise aber schon ein bisschen übertrieben, wenn man z.B. einen Supermarkt betritt wird man von allen Mitarbeitern begrüßt und das Bezahlen an der Kasse kann schon mal etwas länger dauern. Die Kassiererin und man selbst weiß danach genau wie viel Scheine und Münzen jeder in der Hand hatte. 😉

Nachdem die Putzkräfte fertig geputzt hatten und die Rolltreppen mit Daueransagen endlich abgeschaltet waren konnten wir einige Stunden selig schlummern. Morgens ging es dann zu unserem nächsten Ziel.

Erlebt: August 2014
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