Cusco & das Heilige Tal – Teil II

Categories: 27_Peru
Published on: 3. November 2016

Gastbeitrag von Inge & Dieter
(Lisas Eltern)

Von Arequipa bis Cusco

Am nächsten Morgen klingelte uns der Wecker gegen 6 Uhr aus den Federn. Heute stand eine Tagesfahrt durch das Heilige Tal der Inka an. Das Heilige Tal befindet sich nördlich von Cusco. Herrliche Landschaften aus weitläufigen Feldern, Andendörfern, schneebedeckten Bergen prägen das Tal und ebenso seine farbenprächtigen Märkte. Als wir um 7 Uhr von einem netten Fahrer abgeholt wurden ging es direkt zu unserem ersten Ziel, den Ruinen von Chinchero. Der Ort Chinchero liegt auf 3760 m und ist umgeben von weiten Feldern. Schon immer war er ein wichtiger Ort, denn hier hatte der Inka-Herrscher seine Sommerresidenz.

Von der Sommerresidenz, die wir besichtigten, war nicht mehr viel übrig geblieben, bis auf die Grundmauern und die dazugehörigen Terrassenanlagen. Auf dem Gelände befanden sich noch eine Kirche und ein Museum. Wir liefen von den Ruinen aus bergab in das angrenzende Dorf, geradewegs auf einen wunderschönen Markt. Textilien, wie Kleidung aus Ziegenfell oder Alpaka Wolle, Decken, Mützen, sowie Kunsthandwerk und Lederwaren waren auf dem Markt genauso zu haben wie Obst, Gemüse, Süßkartoffeln…. Die einheimischen Frauen waren farbenfroh gekleidet und hübsch anzusehen mit ihren Zöpfen und großen Hüten.

Anschließend ging unsere Fahrt weiter zum zweiten Ziel, den Salzsalinen Salineras de Maras. Der Blick vom Aussichtspunkt war gigantisch und wir konnten uns kaum vorstellen, wie aus einer einzigen salzigen Quelle, durch Menschenhand, dieses Geflecht aus Kanälen und hunderten von Terrassen zu Stande kam. Die Salzterrassen Maras stammen noch aus der Zeit der Inka. 3000 Becken befinden sich bis heute an den steilen Hängen der Bergschluchten von Urubamba. Die Salzgewinnung findet auf rein natürlichem Wege statt. Das salzhaltige Wasser wird über ein ausgeklügeltes Kanalsystem in die gerade einmal 30 cm tiefen Becken geleitet. Die hohe Sonneneinstrahlung lässt das Wasser verdunsten und zurück bleibt das schneeweiße, kristalline Salz – das sogenannte Weiße Gold der Anden. Es war ein überwältigendes Erlebnis alles einmal zu sehen!

Das dritte Ziel war Moray, eine sehenswerte Inka-Stätte, ganz in der Nähe von Maras. Als wir ankamen konnten wir uns nicht erklären wozu die Terrassenanlage früher diente. Wir hatten die Idee, dass sie früher z.B. als Theater genutzt wurde. Oh je aber nein, verkehrt. 😉 Wir haben gelesen, dass diese kreisförmige Terrassenanlage den Inka für landwirtschaftliche Experimente diente. Sie erprobten die Tauglichkeit verschiedenster Produkte auf den unterschiedlichen Stufen der Terrassen. Höhe und Mikroklima der einzelnen Terrassenstufen spielten, wie die Inka herausfanden, eine wesentliche Rolle beim Anbau von Gemüse und Getreidesorten. Sehr interessant!

Weiter ging unsere Fahrt zum vierten Ziel, der Inka-Ruine in Ollantaytambo! Der Ort selbst liegt in einem Tal auf 2800 m und wird von zwei Bergketten umgeben. Ollantaytambo ist ein gemütlicher, gut erhaltener Ort mit einem schönen Hauptplatz, ruhigen Nebenstraßen, zahlreichen kleinen Hostels, Pensionen, kleinen Cafes, Restaurants und Läden, die Kunsthandwerk und Souvenirs verkaufen. Absolutes Highlight sind aber natürlich die sehr gut erhaltenen Inka-Ruinen, welche an den Hängen der Berge errichtet wurden. Auf ging es nach oben!!! Der Aufstieg über eine steile Treppe war ein wenig mühsam, hat sich aber total gelohnt. Oben wurden wir mit einem fantastischen Ausblick über das gesamte Tal belohnt. Wir waren begeistert von der Bauweise und konnten uns nicht erklären, wie die Menschen es damals bewerkstelligten, auf solch hohen Bergen Mauern mit derart riesigen Steinen zu erbauen. Nach dem Abstieg bummelten wir noch durch den kleinen Ort und fuhren anschließend zufrieden zum Mittagessen nach Urubamba.

Gut gestärkt steuerten wir unser fünftes und letztes Ziel für diesen Tag an, die Ruinen von Pisac und den Markt des Ortes! Die Inka-Ruinen befinden sich oberhalb des Dorfes an einem Berghang und zählen zu den besterhaltenen und bedeutendsten archäologischen Fundstätten Perus. Mit Begeisterung sind wir durch die Ruinenlandschaft gelaufen und genossen die wunderbare Aussicht ins Heilige Tal und auf die umliegenden Bergen.

Danach sind wir noch über den Markt von Pisac gelaufen. Allerdings waren wir spät dran und einige Stände wurden schon geschlossen. Es war ein großer Markt mit Souvenirs, Kunsthandwerk, Silberschmuck, Alpakapullover, Tücher, Decken….

Müde, zufrieden und mit einem Rucksack voll schöner Erlebnisse und Eindrücke fuhren wir zurück nach Cusco. Es war ein wunderschöner Tag!!! DANKE Lisa und Jörn, dass wir mit und durch euch so tolle Erlebnisse und Begegnungen haben durften :-*

Erlebt: April 2016

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