Titicacasee – Der größte See Südamerikas

Categories: 27_Peru, 28_Bolivien
Published on: 14. November 2016

Gastbeitrag von Inge & Klaus
(Jörns Eltern)

Von Cusco (Peru) bis Copacabana (Bolivien)

Heute beginnen wir, Jörns Eltern, den zweiten Teil unserer gemeinsamen Peru – Bolivien Reise zu dokumentieren. Den letzten gemeinsamen Urlaubstag mit Inge und Dieter nutzten wir um noch einmal die historische Stadt Cusco zu besichtigen. Am nächsten Tag waren wir alle betroffen, als wir die beiden am Flughafen in Cusco verabschieden mussten. 🙁

Trotz regnerischem Wetter beschlossen wir zu Fuß zum Cristo Blanco, eine Jesus Statue (ähnlich der in Rio de Janeiro), welche 1945 erbaut wurde, zu wandern. Von dort oben hatten wir einen wunderschönen Rundumblick über Cusco.

Unsere Reise setzten wir weiter nach Puno fort. Die Busausstattung war für den Fahrpreis (90PEN/24€/2P) und die doch 354 km hervorragend. Uns begleitete die komplette Strecke eine atemberaubende Anden-Landschaft. Wir überquerten den 4313 m hohen La Raya Pass.

In Puno angekommen, sahen wir von oben den vor der Stadt liegenden Titicacasee. Mit einer Größe von 8500 km² und auf einer Meereshöhe von 3812 m gelegen ist er der größte, schiffbare Hochland-See der Welt. Die Stadt an sich hat nicht viel zu bieten. Sie dient lediglich als Ausgangsort um zu den Schilfinseln im See zu gelangen.

Wir gönnten uns heute zum ersten Mal eine Fahrt mit einer Fahrrad-Rikscha von unserer Unterkunft zum Hafen. Ein Boot brachte uns dann in einer halben Stunde weiter auf die vorgelagerten Schilfinseln (30PEN/8€/2P). Auf den Inseln leben heute noch die Uros, ein indigener Volksstamm. Wir wurden freundlich auf ihren schwimmenden Plattformen aus Schilf empfangen. Zu Beginn bekamen wir eine kurze Erklärung über das Leben hier und wie sie die Inseln bauen. Es gibt ca. 80 Stück auf dem Titicacasee. Danach genossen wir die Fahrt mit dem für Uros typischen Schilfboot von Insel zu Insel. Auch freuten wir uns über einen Titicacasee Stempel in unserem Reisepass. 🙂

Am nächsten Tag wurde die Reise wiederum mit dem Bus fortgesetzt (85Bs./11€/2P). In 3,5 h ging es von Puno nach Bolivien auf die andere Seite des Titicacasees. Kurz bevor wir den Ort Copacabana in Bolivien erreichten mussten wir natürlich die Grenze passieren. Unser Bus hielt an der Landesgrenze an, nach einer Kontrolle der Reisepässe bekamen wir den Ausreisestempel und wir überschritten zu Fuß die Grenze von Peru nach Bolivien. In einem der ersten Häuser in Bolivien wurde uns der Einreisestempel verpasst und es ging mit dem Bus die letzten Kilometer weiter nach Copacabana. Die Grenzprozedur war schnell und ohne Probleme erledigt.

Als es dunkel wurde kamen wir in Copacabana an. Lisa und Jörn suchten uns schnell eine Unterkunft und wir gingen das erste Mal bolivianisch Essen. Wir fanden schnell eines der zahlreichen Menüangebote die es hier gibt.

Der Ort ist sehr gemütlich und gegenüber Puno in Peru um einiges ruhiger und schöner. Neben dem Dorfplatz steht die Wallfahrtskirche. Dort sahen wir die Segnung von Autos. Jeder neue Autobesitzer lässt hier sein Gefährt mit Bier, Sekt, Blumen,… segnen. Zu dem hatten wir das Glück einen Gottesdienst in der Kirche miterleben zu dürfen. Danach wanderten wir auf den Hausberg von Copacabana. Entlang des Kreuzwegs ging es zum Gipfel Cerro Calvario. In der Höhe war es sehr anstrengend zu wandern und wir mussten alle langsam machen. Wir waren zufrieden und froh als wir an der Kapelle auf 4020 m ankamen. Hier oben wurden wir mit einer fantastischen Aussicht über den Titicacasee belohnt. Wir blieben eine Weile sitzen, genossen den Blick und beobachteten das Treiben der Bolivianos. Für den Rückweg wählten wir einen kleinen, steil bergab fallenden Trampelpfad. 😉

Nach dem Frühstück machten wir alleine eine Wanderung zu einer Landzunge in ein bolivianisches, beschauliches Dorf. Zurück ging es über den Kieselstrand am Titicacasee entlang. Abends trafen wir auf Lisa & Jörn und es gab leckere Nudeln und Pizza zum Abendessen.

Wir packten unsere kleinen Rucksäcke und fuhren für zwei Tage zur Isla del Sol auf den Titicacasee (50Bs./7€/2P). Ein Boot brachte uns in 2,5 h auf die Sonneninsel. Wir entschieden uns bis in den Norden zu fahren und eine Nacht im Dörfchen Challapampa zu schlafen. Auf einem Felsplateau fanden wir eine schöne Unterkunft (40Bs./5€/2P). Das Hostal Alfonso war die günstigste Unterkunft unserer Reise und es war einfach ein Traum hier am Berg über dem Dorf wohnen zu können. Der Ausblick war genial.

Die Hausherrin zeigte uns eine Abkürzung, die steil bergauf zum Wanderweg Camino Isla del Sol führte. Der Weg, auf 4000 m Meereshöhe, verbindet den Norden der Insel mit dem Süden. Wir wanderten Richtung Norden zu Ruinen der alten Inkakultur.

Wie ruhig war die Nacht und als wir am Morgen auf dem geländerlosen Balkon traten sahen wir die herrliche Landschaft, das Dorf, den See und am Horizont die schneebedeckten Berge. Zum Frühstück ging es hinunter in den Ort. Auf dem Weg in ein kleines Restaurant kamen uns Schweine, Ziegen, Schafe und Hühner entgegen. Nach der Stärkung machten wir uns Richtung Süden auf. Über den Camino Isla del Sol wanderten wir in 3,5 Stunden und vorbei an urigen Bauernhäusern in das Dorf Yumani. Hier kommen die meisten Touristen mit Tagestouren an. Der Ort ist an einem Steilhang erbaut und für Tagesbesucher ist es kaum zu schaffen, in der Zeit wo sie hier sind, in den Ortskern zu wandern. Wir würden jedem empfehlen der auf die Sonneninsel möchte mindestens zwei Tage oder länger zu bleiben. In Challapampa, im Norden, lässt es sich am Wasser und mit den Einheimischen schon ein paar Tage aushalten. Super zum Relaxen fernab der Zivilisation. 🙂 Wir mussten uns leider verabschieden und fuhren mit dem Boot zurück aufs Festland.

Erlebt: April 2016

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