Delhi – Die Hauptstadt Indiens

Categories: 10_Indien
Published on: 7. Januar 2015

Mit vier Stunden Verspätung kamen wir in Delhi an. Da wir diesmal keine Lust auf die lästigen Schlepper hatten ignorierten wir diese und probierten stattdessen den „Prepaid TukTuk Stand“ aus. Dort gibt es die Möglichkeit Tickets mit vorgegebenen Fahrpreisen zu kaufen. So brachte uns der TukTuk Fahrer ins Backpackerviertel wo wir uns erst mal auf Unterkunftssuche begaben. Wir fanden eine wirklich gute und dazu noch günstige Unterkunft.
Wir beide hatten es ein wenig im Magen, so ruhten wir uns erst einmal aus, bevor wir abends zu viert zum fröhlichen M spazierten und uns Burger gönnten. 🙂 Indisches Essen ist zwar lecker, teilweise aber sehr scharf. Im Moment ziehen wir das westliche Essen doch öfters vor, da wir es hier zu bezahlbaren Preisen bekommen. 😉 Den letzten Tag von Martin und Andreas verbrachten wir zusammen. Erst frühstückten wir ausgiebig in einer „Deutschen Bäckerei“. Unser Tisch war voller Köstlichkeiten. Danach ging es mit der Metro zum Qutb Minar Komplex (500Rs/6,58€/2P), einem 73 m hohen Minarett an dessen Fuße die erste Moschee Indiens steht. Auf dem Gelände sind viele Ruinen von Grabstätten und Denkmälern zu sehen. Um dahin zu gelangen liefen wir durch einen archäologischen Park mit Ruinen von Gräbern und Palästen. Danach ließen wir uns mit dem TukTuk ins Hauz Khas Viertel bringen. Einer kleinen Künstlerenklave mit verrückten Läden, Bars und Restaurants. Von einer Dachterrasse sahen wir die Ruinen der alten Hochschule und eine untergehende Sonne über dem See. Den Abend ließen wir erneut bei Burger und Pommes ausklingen. Wir verabschiedeten uns von den beiden und sagen DANKE für drei schöne gemeinsame Tage.

Für uns beide wurde die „Deutsche Bäckerei“ zu unserem Stammlokal.
In Delhi selbst schauten wir uns noch den Akshardham Tempel an. Ein relativ neues (2005) aber sehr beeindruckendes Gebäude. Wir entschieden uns trotz des pompösen Anblicks nicht rein zu gehen obwohl der Eintritt frei war. Die Schlangen waren lang und alle Habseligkeiten mussten abgegeben werden. So ging es weiter zum Lotus Tempel (Bahai House of Worship). Einem weißen Tempel bestehend aus 27 Blütenblättern. Dieser Tempel ist für Menschen egal welcher Religionszugehörigkeit. Alle sind hier eingeladen auf ihre Art und Weise zu beten.

Auch hier war der Eintritt frei aber man musste wieder durch eine, wie so oft, Sicherheitsschleuse. Der Witz daran ist das diese häufig nur aus einem Holznachbau bestehen und keinerlei Funktion besitzen. Die Inder wollen nach Außen den Anschein waren das ihr Land sicher ist. 😉 Dann sahen wir uns noch die größte Moschee, Jama Masjid, Indiens an. Touristen zahlen zwar keinen Eintritt müssen aber für jede Kamera (300Rs/3,95€) löhnen um auf den Vorplatz der Moschee zu gelangen. Zudem sollen die Damen noch einen dämlichen Umhang überziehen um ihre Haut zu verdecken. Nur wieder lächerlich das die Einheimischen mit Hose und T-Shirt reingelassen werden. So weigerte sich Lisa, da sie eine lange Hose und T-Shirt trug und sich zusätzlich noch ein Tuch umlegte. Warum sollen Ausländer sich komplett verdecken und zum Affen machen wenn es die Einheimischen auch nicht tun?

😉

Letztendlich hat es drinnen dann auch keinen mehr interessiert. In die Moschee passen bis zu 25000 Gläubige. Sie besteht aus abwechselnd rotem Sandstein und weißem Marmor. An den Seiten stehen Minarette. Eines davon bestiegen wir. Man musste natürlich nochmal extra zahlen (200Rs/2,63€/2P). Von hier hatten wir einen herrlichen Blick über Delhi, die alte Festung „Red Fort“ und die Basare.

Wieder unten angekommen verlangte ein Inder der die Tickets kontrollierte Geld für unsere Schuhe, da er ja natürlich auf sie aufgepasst hatte. Unsere Schuhe mussten wir ausziehen um den Komplex betreten zu dürfen. Einfach nur lächerlich, die Inder versuchen den Touris wo es nur geht das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir schauten uns lachend an, nahmen unsere Schuhe und gingen, natürlich ohne zu bezahlen! Wir sahen komplett vermummte indische Frauen die sobald sie auf dem Gelände der Moschee waren ihre Gewänder ablegten und wunderschöne Saris zum Vorschein kamen. Auch wurden wieder etliche Bilder von und mit uns gemacht – teils freiwillig, teils unfreiwillig. Danach liefen wir über die alten Basare Delhis bevor wir uns auf Richtung India Gate machten. Das 42 m hohe Gate soll an die indischen Soldaten aus dem 1. Weltkrieg erinnern. Hier war einiges los. Viele Familien, Freunde, Pärchen und natürlich dutzende Verkäufer die Essen, Trinken, Luftballons… an den Mann bringen wollten. Um das Gate herum ist eine große Grünfläche die zum Hinsetzen einlädt, doch leider besteht sie zu 50% aus Müll. Wir schauten uns das Treiben eine Weile an bevor wir uns in Richtung Heimat begaben.

Bevor uns der Zug (470Rs/6,18€/2P) am nächsten Tag in die Hauptstadt Rajasthans bringt verbrachten wir den Vormittag wie sollte es anders sein bei guten Teilchen, Kaffeestückchen und Kuchen in der „Deutschen Bäckerei“.

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