Gobi Trek / Teil 1

Categories: 03_Mongolei
Published on: 20. Juni 2014

Gestern Abend sind wir in Ulan Bator oder auch einfach „UB“ genannt, angekommen. Die Hauptstadt der Mongolei. Hier wohnen knapp 1 Mio. der 3 Mio. Einwohner. Im Hostel warteten schon Stefan (Deutschland), Florence (Australien), M.C. (USA) und Pierre (Frankreich) auf uns. Es war schon alles organisiert und wir mussten nur noch ein paar Dinge einkaufen und packen. Am nächsten morgen 9:00 ging es für die nächsten 8 Tage in die Wüste Gobi (1456000 Tugrik). Pünktlich wurden wir von unserem Guide „Cala“ und Fahrer abgeholt.
Bevor es los gehen konnte mussten wir für die nächsten Tage Proviant einkaufen und den Sowjet Bus auftanken.

Die Fahrt:
Täglich verbrachten wir einige Stunden in unserem Bus. Schneller als 50-60 km/h konnte man nicht über die schlechten Feld-, Sand- und Schotterpisten fahren. Straßen gibt es meistens nur in den größeren Städten. Mittlerweile werden Straßen zu den Sehenswürdigkeiten gebaut, aber das kann noch einige Zeit dauern bis diese fertig sind. Unser Fahrer machte einen super Job und brachte uns immer gut ans nächste Ziel. Und das bei den dutzenden nicht beschilderten Wegen.

Landschaft:
Die Landschaft ist unbeschreiblich. So vielfältig. Von Grassteppe, kleiner Hügellandschaft, Steinwüste, Felsformationen, Bergen und natürlich den wunderschönen Sanddünen ist alles dabei. Teilweise kann man Stunden über die Pisten fahren und es verändert sich nichts. Einfach ein ganz weites großes Land. Rechts und links nichts. Man sieht teilweise Fartamoganen durch die Lichtreflexionen. Einmal am Tag kamen wir an einem kleinen Dorf vorbei. Ansonsten sieht man immer mal wieder einzelne Jurten und Tiere die am Wegesrand grasen.

Essen:
Unser Guide kümmerte sich um unser Wohlergehen. Wir bekamen täglich ein einfaches Frühstück. Mittags gingen wir fast immer in ein kleines Restaurant essen und abends kochte unser Guide. Die Mongolen ernähren sich von sehr viel Fleisch mit Fett. Fast zu jeder Mahlzeit. Nach 2 Tagen Fleisch entschieden wir uns den Rest der Woche vegetarisch zu essen. Wir bekamen in den Restaurants oder von unserem Guide immer sehr leckeres Essen zubereitet.

Jurte:
Heutzutage haben fast alle Jurtenbesitzer einen Fernseher, Telefon und Handy. Betrieben werden diese durch Solarpanel oder Autobatterien. Die Jurten waren alle ähnlich aufgebaut. Man kann diese in 3 Bereiche einteilen. Vorne der Küchenbereich mit Ofen, in der Mitte rechts und links je eine Couch die später als Bett genutzt wird und ein Tisch. Hinten der persönliche Bereich mit TV-Ecke, persönlichen Gegenständen, Bildern etc. Wasser wird aus Quellen geholt. Die Toilette ist entweder in der freien Natur oder es gibt einen Holzverschlag mit einem Loch im Boden.

Die Gruppe:
Wir sechs waren eine super Gruppe und haben uns alle gut verstanden. Es wurde viel gelacht. Jeden Abend packte Jörn sein Englisch Wörterbuch aus um neue Wörter zu lernen. Ein Wort was wir alle NIE wieder vergessen werden ist „blurry = verschwommen“. Als Jörn das Wort fand war er begeistert das es ein englisches Wort für „verschwommen“ gibt. Er versuchte uns auf Englisch das Wort zu erklären. Er sagte soviel wie – „wenn jemand in die falsche Richtung schwimmt, hat er sich verschwommen…“ ;-)) …großer Lacher…. Das Wort bedeutet natürlich das z.B. die Sicht verschwommen ist o.ä.. Ein weiterer großer Lacher war als jemand Winnie Puuh sagte und Pierre verstand „We need the poo“ – was so viel bedeutet wie – „Wir brauchen die Sch….“

 

Route und Tagesablauf

Tag 1:
Fahrt in die Gobi. Auf dem Weg kamen wir an einem Pferderennen vorbei wo wir kurz stoppten. Wir übernachteten mit einer Nomadenfamilie in deren Jurte. Leider waren dessen Bewohner noch nicht Zuhause und die Wachhunde bellten erbärmlich. Vorsichtig schlichen wir uns an ihnen vorbei in die Jurte. Nach einiger Zeit kamen die Bewohner zurück. Wir schauten uns noch etwas die Gegend an. Es war sehr windig. Bevor wir unser Nachtlager am Boden aufschlugen, packte der Gastvater noch schnell den Dirt Devil aus und staubsaugte den Teppich für uns. 😉 In der Nacht war viel los. Erst klingelte dauernd das Telefon und dann standen plötzlich Freunde in der Jurte, die vorbeigekamen um beim Kastrieren der Tiere am nächsten Tag zu helfen.

Tag 2:
Um 5:00 stand die Familie schon wieder auf. Es wurde alles für die Kastration vorbereitet. Wir halfen die Schafe zu sortieren und schauten bei den ersten Kastrationen der Pferde und Schafe zu. Zu unserem normalen Frühstück bekamen wir von unserer Gastmutter dies hier:
Wir probierten Tapfer den selbstgemachten Käse. Stefan traute sich sogar einen gebratenen Hoden zu probieren. Die Mongolischen Männer aßen diese sogar roh. Danach machten wir uns auf den Weg. Mittag wurde im Haus des Fahrers gemacht, der in einem kleinen Dorf lebt. Dort schauten wir das erste mal TV. Und was lief: Alarm für Cobra 11. Mit schlechter Übersetzung, sodass man die deutsche Sprache noch verstand. Danach ging es weiter zu unserem Tagesziel den Flaming Cliffs. Welche wir aber erst am nächsten Tag besuchten. Unterwegs versagte plötzlich der Anlasser unseres Sowjet Busses und die Jungs mussten anschieben. Für diese Nacht hatten wir sechs eine Jurte für uns alleine. Bevor wir uns hinlegten spazierten wir über die ersten Sandberge.

Wir wollen euch noch nicht zuviel verraten. Den Rest gibt es die nächsten Tage im zweiten Teil der Gobi Tour.

Erlebt: Juni 2014
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