Let’s go camping – Neuseeland – Teil I

Categories: 22_Neuseeland
Published on: 20. Februar 2016

Die Nordinsel: Auckland – Cape Reinga – Auckland (1200 km)

Nach super entspannten Tagen auf den Cook Islands hieß es den Bungalow wieder gegen einen Campervan zu tauschen. Neuseeland wartet schon auf uns.

Rarotonga verließen wir am 15.10.2015 gegen 22 Uhr. Da wir dieses mal wieder über die Datumsgrenze mussten kamen wir erst am 17.10.2015 in Auckland an. Da unser 4,5 h Flug erst kurz vor Mitternacht ging passierte es, dass wir den 16.10.2015 nicht erleben durften. Dafür hatten wir beim Hinflug einen Tag zweimal. Die Welt ist voller Überraschungen. 🙂

Da wir immer so kostengünstig wie möglich fliegen wollen sind wir meistens auf die Flüge spät abends oder früh morgens angewiesen. So auch hier (231€/2P). Wir kamen um 1 Uhr nachts in Auckland an und suchten uns erst einmal einen Platz zum Schlafen.

Wir werden noch zu richtigen „Airport Sleeper“. Hier ein paar Tipps: Suche im Arrival oder Departure Bereich nach Sitzen ohne Armlehnen, gehe durch alle Etagen, meistens ist es oben ruhiger und es gibt evtl. auch Bänke oder Sofas. Halte dich so gut es geht von Rolltreppen und Verkaufs/Bankautomaten fern, wenn es ruhig wird machen diese richtig Lärm, die Rolltreppen laufen gefühlte 24 h. Sonst sind Bereiche oder Ecken mit Teppichboden sehr beliebt und gefühlt wird am Flughafen eh 24 h lang gereinigt, also sollten sie sauber sein. Praktisch ist es einen Platz mit kostenlosen WiFi und Steckdosen zu finden, wenn es mit dem Schlafen mal nicht so klappt, kannst du arbeiten oder Recherche über deine nächsten Reiseziele betreiben.

Nach ein paar Stunden Schlaf, in der dritten Etage in der Nähe der Besucherplattform, erledigten wir unsere tägliche Morgenroutine und waren danach bereit Neuseeland zu entdecken.

Vom Flughafen aus in die Stadt zu kommen gibt es vier Möglichkeiten. Die Teuerste, mit dem Taxi (evtl. günstiger wenn man es sich mit 4 Leuten teilen kann). Dann ist es möglich sich mit dem Supershuttle direkt an die Unterkunft fahren zu lassen. Oder die dritte Möglichkeit, die wir wählten, mit Bus und Bahn ins Zentrum. Für uns war die Variante gut, da die S-Bahn genau in dem Stadtteil anhält, wo unser Camper-Vermieter zuhause ist. Dazu ist diese Möglichkeit noch am preisgünstigsten von den dreien. Man kann natürlich auch versuchen ins Zentrum zu trampen. Das ist kostenlos, kommt aber auch ein wenig auf die Uhrzeit und Glück an.

Nachdem wir mit dem Airporter Bus (9NZD/5€/2P) zur nächsten S-Bahn Haltestelle und dann die Bahn (9NZD/5€/2P) bis in den Stadtteil Penrose genommen hatten, liefen wir die letzten paar Meter zu Fuß, um Wicked unseren Campervermieter zu erreichen. Nach dem Papierkram waren wir „stolze“ Besitzer eines bunt besprühten, alten, verranzten, verdellten, verdreckten und dazu nur halb eingerichteten Wicked Camper (2105NZD/1283€/45T).

Die ersten Meter auf neuseeländischem Boden führten uns zuerst zur Tankstelle und danach zum Einkauf in den Pac’n’Save, dem Discounter Neuseelands. Hier werden die Waren größtenteils aus den Kartons heraus verkauft. Nach dem Ausspähen des Sortiments, wir sind mittlerweile schon alte Hasen in dem was ein Camperherz so alles braucht, konnte es losgehen.

Das Abenteuer Neuseeland kann beginnen. 🙂

Da wir eine lange Nacht hatten stellten wir Sightseeing erst mal hinten an und suchten uns einen Platz zum Schlafen. Richtung Norden außerhalb von Auckland wurden wir an einer BP-Raststätte (24 h geöffnet) fündig. Geparkt, kurz das Gewissen beruhigt und brav die Angestellten gefragt, ob wir hier über Nacht stehen können und schon klappten bald unsere Augen zu. Einen kostenlosen Stellplatz, was will ein „low budget“ Reisender mehr. Was aber in den nächsten Wochen zum Thema Stellplätzen in Neuseeland auf uns zukam wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Gut geschlafen und mit Frühstück im Bauch (Wasser, kalt oder warm, Milchpulver, Kakao, Haferflocken, Rosinen, Obst ODER Toast mit Marmelade und Schokolade) fuhren wir weiter Richtung Norden, dem Northland. Unser erstes Ziel war der Weg selbst und der nördlichste Punkt Neuseelands, das Cape Reinga.

Prinzipiell sah unser Plan wie folgt aus: Neuseeland = Nordinsel + Südinsel, ca. 2,5 Wochen die Nordinsel und 4 Wochen die Südinsel zu bereisen, also in 6,5 Wochen von Auckland nach Christchurch.

Auf dem Weg zum Cape Reinga kamen wir zuerst an landwirtschaftlich genutzten Weideflächen vorbei. Schöne grüne Hügel mit Schafen und Kühen. Hier ist alles sehr grün und wir hatten oft den Eindruck, dass die Landschaft wie gemalt aussieht. Wir machten einen Abstecher zu einer Höhle, in der wir Glühwürmchen beobachten konnten. In der Dunkelheit sah die Decke aus wie ein Sternenhimmel.

Des Weiteren schauten wir uns den 90 Mile Beach an, der eigentlich 90 Kilometer Strand heißen müsste, da er sich 90 km lang an der Westseite des Nordzipfels entlang bis zum Cape erstreckt. Kurz vor dem Cape wanderten wir auf den höchsten Sanddünen Neuseelands herum. Am Cape Reinga oder wie es die Maori nennen, Te Rerenga-Wairua, gibt es einen Leuchtturm und es treffen die Tasmansee und der Pazifik aufeinander. Für die Maori ist es der Ort an dem die Seelen der Verstorbenen die spirituelle Heimreise antreten.

Von hier aus hieß es ab jetzt nur noch Richtung Süden zu fahren. Fast, denn es warteten jede Menge Abstecher auf uns. Selbst in einem kleinen Land wie Neuseeland, im Vergleich zu Australien, kann man tausende Kilometer unterwegs sein ohne großartig etwas doppelt fahren zu müssen.

Zurück Richtung Auckland ging es die Westküste entlang. Hier gibt es herrliche Strände, Buchten und die letzten Kauriwälder der Nordinsel. Im Waipoua Forest bestaunten wir den Tane Mahuta, den größten existierenden Kauribaum. Er ist 51 m hoch, hat einen Umfang von 13,8 m und einen Durchmesser von 4,4 m. Er soll schon ca. 2000 Jahre hier stehen. Sein maorischer Name bedeutet: Herr des Waldes.

Nach einer Nacht am Lake Taharoa, einem türkisfarbenen See, fuhren wir nach Piha. Der Ort ist in der Surferszene sehr beliebt. Uns interessierte die schöne Aussicht auf die Bucht von Piha und den schwarzen Sandstrand. Als wir nach einem längeren Stopp, an einem Aussichtspunkt, weiter fahren wollten hörten wir plötzlich unseren Anlasser nur noch schwach säuseln. Nanu, was war los. Wir hatten leider vergessen das Licht auszuschalten und die Batterie war totally empty. Da unsere Batterie anscheinend öfters den Geist aufgibt und nicht mehr die Neueste ist, hat der Vermieter wohl vorgesorgt. Wir fanden im Kofferraum ein Starterkabel. Jetzt mussten wir nur noch auf den nächsten Besucher des Aussichtspunktes warten. Und siehe da, gut das es viele Touristen in Neuseeland gibt, kam schon bald Hilfe. 😉

Auckland schauten wir uns nur von oben aus an. Da die Stadt in ein Vulkangebiet gebaut wurde gibt es etliche Punkte auf Vulkankegeln von wo aus wir einen tollen Blick hatten. Wir genossen einen 360º Sicht auf Auckland.

Bevor wir die Stadt verließen gönnten wir uns mal wieder eine Pizza bei Domino’s. Hier gab es dasselbe 5 NZD (3 €) Angebot für eine Pizza wie in Australien. 😉

Erlebt: Oktober 2015

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