Insel Olchon – Baikalsee

Categories: 02_Russland
Published on: 9. Juni 2014

Schon um 6:00 klingelte unser Wecker. Wir mussten den ersten Minibus um 7:00 nach Irkutsk (240 Rbl) bekommen um pünktlich um 9:00 weiter zur Insel Olchon (1400 Rbl) zu gelangen. Diese liegt 300 km östlich von Irkutsk im Baikalsee. Es verlief alles reibungslos, sodass wir noch Zeit hatten im Zentralmarkt in Irkutsk Proviant für die nächsten Tage zu besorgen. Die Fahrt zur Insel Olchon dauert im Minibus 6 h. Mit einer Stunde Verspätung und den letzten 2 ergatterten Plätzen starteten wir. 40 km vor erreichen des Zieles Chuschir kamen wir am Fähranleger an, von wo uns die Fähre in 15 min auf die Insel brachte.

Von dort ging es die letzten Kilometer über Sandstraßen in den Hauptort Chuschir. Olchon hat ca. 1500 Einwohner, von denen ca. 1200 im Hauptort Chuschir leben. Die Insel ist 90 km lang und 15 km breit. Auf Olchon gibt es eine Familie die Couchsurfing anbietet. Dies ließen wir uns nicht entgehen. Bei Sergej kamen wir die nächsten 3 Nächte, in seiner „Philoxenia“, so nennt er sein Gästehaus welches Platz für bis zu 12 Personen hat, unter. Sergej hat sein Haus direkt hinter der Kirche. Die Philoxenia wurde mit Hilfe von Couchsurfern errichtet. Er nimmt gerne jeden auf der ihm hilft diese weiter auszubauen. Es gibt immer irgendwas zu tun. Zur Zeit legt er alte Rohre frei um diese auszutauschen. Dabei halfen wir und die anderen 6 Couchsurfer. Fließend Wasser gibt es auf der Insel nicht. Es stehen zwei große Wasserbehälter bereit. Wenn diese leer sind muss man mit Eimern neues Wasser aus dem Baikalsee holen. Zudem liegt die Toilette außerhalb und ist lediglich ein Holzverschlag mit Plumpsklo. Strom gibt es seit 2007 auf der Insel. Die 3 Tage waren aufregend und was ganz Neues für uns – aber schön.

Wir hatten super schöne, sonnige Tage zum Relaxen in herrlicher Natur. Die Landschaft auf Olchon ist sehr unterschiedlich. Es gibt weiße Sandstrände, Sanddünen, Steppenlandschaft, Wälder, Seen und Berge. Wir wanderten viel umher und sahen uns z.B. den Schamanenfelsen an – ein heiliger Ort für die Inselbewohner. Am letzten Tag haben wir uns Fahrräder ausgeliehen, mit dem Ziel auf die andere Seite der Insel zu fahren, wo steile Klippen ins Wasser abfallen. Leider erfolglos. Nach vielen Kilometer bergauf und bergab kamen wir immer wieder an unpassierbaren Stellen raus. Fix und fertig machten wir uns letztendlich auf den Rückweg. Abends gingen wir nochmal an den Baikalsee um einige unserer Klamotten und uns selbst zu waschen. Bei ca. 8 °C Wassertemperatur gingen wir in den Baikalsee baden.

Morgen heißt es leider schon wieder von dieser traumhaften Insel Abschied zu nehmen.

Erlebt: Juni 2014
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